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Folgen der Corona Krise für die Rücken Gesundheit

Vor wenigen Monaten hätte sich niemand vorstellen können, was mittlerweile Realität ist: Bundesweite Ausgangssperren, Schulverbote und Maskenpflicht. Mit dem Versuch die Pandemie einzudämmen, gehen viele Umstellungen und Premieren einher, man denke nur an die erste Ostermesse im Vatikan seit über einem Jahrtausend, die ohne Publikum stattfand.

Was die Corona Krise mit uns macht

So viel Neues bringt viele Emotionen mit sich. Von Erleichterung über die Entschleunigung über Neugierde über die Hintergründe bis zu tiefer Verzweiflung und Existenzangst ist alles vorhanden. Die Corona-Krise hat auch unmittelbare Auswirkungen auf die Gesundheit. Da gibt es einmal die körperliche Komponente: Je nach Wohnraum gibt es wenig Bewegung, körperlich unausgelastete Kinder und geschlossene Sportstätten. Diese Faktoren bergen ein Risiko für den Rücken. Durch ungewohnte Bewegungsabläufe kommt es zu Dysbalancen und einer Belastung der Bandscheiben.

Auswirkungen und Folgen der Krise auf den Rücken

Fehlende regelmäßige Bewegung lässt die Bandscheiben spröde werden. Dadurch, dass die Muskulatur nicht genügend gekräftigt wird, fehlt zudem die Stützfunktion. Rückenschmerzen und im schlimmsten Fall ein Bandscheibenvorfall sind die Folge. Dass die momentane Situation in Kliniken unklar ist, macht die Sache nicht einfacher und löst psychischen Stress aus, der wiederum auf den Rücken geht- ein Teufelskreis. Das Risiko für den Rücken wird gewissermaßen verdoppelt.

Die Corona-Krise wirkt sich anderseits also auch mental aus. Wer die Corona-Krise wirklich als Krise, als Bedrohung wahrnimmt, verspürt Spannung, Unausgeglichenheit und Sorge. So löst Stress, der ursprünglich nicht mit dem Rücken im Zusammenhang steht, nichtsdestotrotz ein Risiko für den Rücken aus.

Psychosomatische und somatopsychische Beschwerden gehen während der Corona-Krise Hand in Hand. Zu den Faktoren mit größtem Risiko für den Rücken zählen in dieser besonderen Situation häufiges Sitzen, mangelnde und einseitige Bewegung, Fehl- und Schonhaltungen, akute Belastungen - zum Beispiel bei der Verausgabung im Hometraining oder bei der Gartenarbeit - , sowie innere Anspannung durch anhaltende zermürbende Gedanken.

Vorbeugende Maßnahmen um die Rücken Gesundheit zu erhalten Die gute Nachricht ist, dass jeder aktiv etwas für sich tun und Beschwerden gezielt vorbeugen kann. Falls Sie in der Vergangenheit bereits Übungen von therapeutischem Personal erhalten haben, lohnt es sich diese weiterhin auszuführen, auch wenn keine akuten Beschwerden zu verspüren sind. Eine Alternative während der Corona-Krise sind Onlinekurse durch die Krankenkassen oder selbstständige Bewegungsfachkräfte.

Wichtig ist hierbei auf qualifizierte Anleitungen zu achten und Überlastungen zu meiden , da sonst ein weiteres Risiko für den Rücken droht. Jeder kann zudem eine geeignete Entspannung-Art für sich finden. Im Fall von Rückenschmerzen sollten Sie sich informieren und bei Bedarf Kontakt zu Fachpersonal aufnehmen. Im akuten Fall wird Ihnen immer geholfen. Im Fall von Lähmungserscheinungen sollten Sie sich sofort an einen Arzt wenden. Bei mäßigen Schmerzen hilft oft bereits sanfte Bewegung und Wärme.

hsg-Absolventen erhalten IFK-Wissenschaftspreis

In der Arbeit wird ein wissenschaftliches Dokumentationsverfahren geprüft, mit dem die physiotherapeutische Versorgung zur Förderung der Alltagsmobilität von älteren Menschen besser beschrieben und mittelfristig verbessert werden könnte.

Mit der gemeinsamen Bachelor-Arbeit mit dem Titel ‚Validierung eines Tools zur Beobachtung physiotherapeutischer Versorgung zur Mobilitätsverbesserung in der Geriatrie‘ erzielten sie am 12. Juni 2020, auf dem Wissenschaftstag des Bundesverbands selbstständiger Physiotherapeuten (IFK), den ersten Platz in der Kategorie ‚Bachelorarbeiten – Klinisch/Experimentell‘. Mit dem IFK-Wissenschaftspreis prämiert der Verband herausragende Abschlussarbeiten, die sich mit einem physiotherapeutischen Thema beschäftigen.

„Wir freuen uns sehr über den Erfolg unserer beiden Absolventen auf dem IFK-Wissenschaftstag. Wir wissen aktuell viel zu wenig darüber, wie physiotherapeutisches Training im Versorgungsalltag gestaltet und dosiert wird. Das liegt auch daran, dass Erhebungsinstrumente zur systematischen Beobachtung der Versorgung fehlen. Die Arbeit geht diese wichtige Frage am Beispiel der geriatrischen Mobilitätsförderung an und prüft psychometrische Eigenschaften eines neu entwickelten, strukturierten Beobachtungsinstrumentes. Wir hoffen, dass dies zu einem verbesserten Austausch zwischen Therapeut*innen in der Praxis und der akademischen Ausbildung beiträgt, und das Erkennen von Zusammenhängen zwischen der Therapiedosis und dem Therapieergebnis ermöglicht – wichtige Schritte auf dem Weg zu einer besseren Versorgung älterer Menschen mit Mobilitätseinschränkungen“, sagte Physiotherapie-Professor Dr. Christian Thiel im Department für Angewandte Gesundheitswissenschaften der hsg Bochum, der die Bachelor-Arbeit betreut hat.

Mark Rietz, stellvertretender IFK-Vorsitzender, lobte die Kandidaten, die sich um den diesjährigen IFK-Wissenschaftspreis beworben hatten, da sie alle dazu beigetragen hätten, die Physiotherapie fachlich weiterzuentwickeln. Rietz: „Wir sind stolz auf unseren wissenschaftlichen Nachwuchs, der mit uns die Physiotherapie für die Zukunft rüstet.“

Die beiden Absolventen teilen sich das Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro, welches von der Helmsauer Gruppe gesponsert wurde. Bildunterschrift: Im Bild v.l.n.r.: Ute Repschläger (IFK), Mark Rietz (IFK), Preisträger Kai Keller und Bernd Helmsauer (Sponsor). Auf dem Foto fehlt Preisträger Johannes Soff.

Fitnesstracker

Von 25 geprüften Fitnesstrackern liefern nur zwei Smartwatches stimmige Werte. Vor allem die getesteten Fitnessarmbänder messen Puls, Kalorienverbrauch und zurückgelegte Strecke sehr ungenau. Abweichungen im zweistelligen Prozentbereich sind keine Seltenheit, teilweise liegen sie auch über 50 Prozent.

Beim Laufen etwa zeigte das Xiaomi-Fitnessarmband im Mittel aller Probanden einen um 18 Prozent zu geringen Puls an. Im Extrem nannte das Armband für eine Testjoggerin einen Wert von 104 – statt 181. Bei der Streckenmessung zeigten viele geprüfte Armbänder beim Radfahren keine Strecke an. Selbst beim Gehen wichen sie ab – im Extrem um bis zu fast 40 Prozent. Bei den verbrannten Kalorien lag Garmin beim Gehen fast 75 Prozent daneben.

Die Tester raten, die Armbänder mit dem Smartphone zu koppeln. Dann können sie auf die Satellitenortung der Telefone zugreifen. Wer immer genaue Messwerte bekommen möchte, sollte aber gleich zu den zwei guten, aber teuren Smartwatches greifen. Sie kommen von Apple und Garmin und kosten rund 500 bzw. 330 Euro. Es gibt jedoch auch Smartwatches, die insgesamt nur ausreichend abschneiden.

In punkto Stabilität sind alle Geräte im Test sehr gut oder gut, beim Schutz der Nutzerdaten alle nur befriedigend oder ausreichend.

Der vollständige Test findet sich in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift test und ist online unter www.test.de/wearables abrufbar.

09.07.2020 DGA | Quelle: Stiftung Warentest

"Mach die Welle für Menschen mit Rheuma" - Kampagne der Deutschen Rheuma-Liga

Mit der Online-Petition „Mach die Welle für Menschen mit Rheuma“ setzt sich die Deutsche Rheuma-Liga bundesweit für die rund 17 Millionen Menschen mit Rheuma ein. Seit dem Beginn der Corona-Pandemie müssen viele von ihnen auf einen wichtigen Baustein der medizinischen Versorgung verzichten: das funktionsbezogene Bewegungstraining im Wasser oder in der Turnhalle. "Ich leide unter rheumatoider Arthritis. Durch das seit der Corona-Pandemie zwangsweise eingestellte Funktionstraining hat sich mein Gesundheitszustand deutlich verschlechtert. Ich lebe aktuell mit dauerhaft starken Schmerzen und massiven Bewegungseinschränkungen. Meine Einnahme von Schmerzmitteln ist in dieser Zeit rapide gestiegen", berichtet die Rheuma-Patientin Marianne Korinth (59). "Bewegung ist das A und O in der Rheuma-Therapie", bestätigt der orthopädische Rheumatologe Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann. Ohne das funktionsbezogene Training, so das Vorstandsmitglied der Deutschen Rheuma-Liga, drohen den Patienten vielfach unwiederbringliche Langzeitschäden an den Gelenken.

Krankenkassen wollen Corona-Mehraufwand nicht zahlen

Zwar arbeitet die Deutsche Rheuma-Liga als ehrenamtliche Anbieterin der ärztlich verordneten Kassenleistung Funktionstraining mit Hochdruck an der Wiederaufnahme des lebensnotwendigen Therapiebausteins. Doch verursachen die durch die COVID-19-Pandemie nötigen Hygienemaßnahmen so erhebliche Mehrkosten, dass die gemeinnützige Organisation ohne staatliche Unterstützung an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit getrieben wird. "Die Krankenkassen als unser Vertragspartner sind bisher nicht bereit, die Vergütungssätze für die Mehraufwände beim Funktionstraining zu erhöhen. Sie berufen sich auf fehlende gesetzliche Regelungen. Mit unserer Petition fordern wir deshalb die Politik auf, hier schnell Abhilfe zu schaffen: Herr Bundesminister Spahn, lassen Sie Menschen mit Rheuma jetzt nicht fallen und schaffen Sie eine gesetzliche Regelung, damit rheumakranke Menschen auch in Zukunft das Funktionstraining erhalten können!", erklärt Rotraut Schmale-Grede, Präsidentin der Deutschen Rheuma-Liga. Die Bundesregierung habe in den letzten Monaten zahlreiche gesetzliche Regelungen auf den Weg gebracht, um das Gesundheitswesen während der Pandemie zu stützen. Die Appelle chronisch rheumakranker Menschen an die Politik, auch das Funktionstraining dabei zu berücksichtigen, blieben bisher jedoch ungehört.

Rheuma-Liga macht die Welle

Um die Nöte der Rheuma-Patienten einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, begleitet die Deutsche Rheuma-Liga die Online-Petition mit der Socialmedia-Challenge "Mach die Welle!". Den Start der Kampagne können Interessierte auf www.instagram.com/Deutsche_Rheuma_Liga, https://www.instagram.com/mein_rheuma_wird_erwachsen oder www.facebook.com/DeutscheRheumaLiga verfolgen und teilnehmen. Hier Petition zeichnen Bildunterschrift:

In Deutschland nehmen rund 200.000 Menschen mit Rheuma am Funktionstraining teil. Das Bewegungsangebot der Rheuma-Liga ist ein wesentlicher Therapiebestandteil.



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